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zwei Tage später, am 26. September 1976, fungierte die 41 018 an einem Sonderzug der UEF und des DDM, der aus Stuttgart kommend mit 01 1066 bespannt war, über die “Schiefe Ebene” als Zug- bzw. Schublokomotive. Den Teilnehmern dieser Fahrt ist das harte Arbeiten der beiden Lokomotiven auf dieser 1:40-Rampe noch heute im Ohr. Am gleichen Abend wurde 01 164 wieder an den Haken genommen und wenig später Kirchenlaibach erreicht, wo beide Maschinen im Lokschuppen des Betriebswerkes einen von der DB-Nürnberg dankenswerterweise bereitgestellten, geschützten Platz bekamen.
Damit war der Einsatz der 41 018 vorerst beendet. Das von der Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbahn erlassene Verbot von Dampflokfahrten (damals gerade ein gutes Vierteljahr alt) bezog sich auf die bereits dampffreien Direktionen im Netz der DB, auch schon zu diesem Zeitpunkt einem generellen Dampflokverbot nahezu gleichkam. so harrte die 41 018 besseren Zeiten entgegen während sich die Besitzer der Lokomotive durch ständige sachkundige Pflege darum bemühten, den guten Zustand der Maschine zu konservieren. Sie wurden dabei von den Werkmeistern Dee (Bw Ottbergen) und Benesch (Bw Rheine) hilfreich unterstützt.
Am 12. November 1977 zog die 41 018 ins Bw München Ost um, da der Kirchenlaibacher Schuppen für den Abriss freigegeben worden war. Mit diesem Wechsel in die bayerische Metropole gelangte die Lokomotive in die unmittelbare Nähe der Mehrzahl ihrer Besitzer, was Pflege und Unterhaltung wesentlich erleichterte. Überdies erwies sich die DB München im Rahmen ihrer Möglichkeiten als äusserst kulant.
Nach einer Standzeit von über eineinhalb Jahre kam die 41 018 am 17. und 18. Juni 1978 erstmals wieder zu Sonderzugehren: Sie beförderte gemeinsam mit der 378.32 als BLV anlässlich des 750-jährigen Stadtjubiläums von Erding auf Gleisen der DB und der Bundeswehr stündlich Pendelzüge. Ein Jahr später feierte die Strecke München - Aying ihr 75-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass veranstaltete wiederum die GV Süd der DB München eine ähnliche Feier wie in Erding und setzte erneut einen Dampfpendelzug ( 41 018 und BLV Garnitur und TAG 7) ein, der zwischen dem S-Bahnhof Neubiberg und dem zwei Kilometer entfernten Bundeswehrfliegerhorst halbstündlich verkehrte. Einsätze wie Erding und Neubiberg stellten für die Besitzer der 41 018 im Zeitalter eines generellen Dampflokverbotes zwar grosse Erfolge dar, doch letztlich war der Wunsch, die Lokomotiven auf einer angemessenen Strecke vor einem “richtigen” Zug fahren zu lassen, immer grösser geworden. Was als tun?
Beispiele aus England und Holland, wo seit Jahren ehemalige DB-Dampflokomotiven fahren, liessen das Augenmerk der IG 41 018 auf das nahegelegene Österreich fallen. Erste Gespräche mit der “Österreichischen Gesellschaft für Eisenbahngeschichte”, der grössten und rührigsten Vereinigung des Landes, verliefen erfolgversprechend und liessen einen Silberstreif der Hoffnung am Horizont aufkommen. Nach tatkräftigem Einsatz und längeren Verhandlungen mit der ÖBB konnte die Dampflokabteilung der ÖGEG schliesslich einen vollen Erfolg verbuchen: die 41 018 wurde für bestimmte Strecken der ÖBB zugelassen!
So verliess die Lokomotive am 28. April 1980 über Mühldorf - Simbach die Gleise der Deutschen Bundesbahn und überfuhr an diesem Tag gegen 16.40 Uhr auf der Braunauer Innbrücke die Grenze nach Österreich. Für das kommende Jahr durfte die Maschine im Lokschuppen der Zfl. Attnang-Puchheim untergestellt werden, im Mai 1981 wechselte sie in die Zfl.Linz über.
Am Pfingstsonntag, den 25 Mai 1980, stand die 41 018 schliesslich nach einer ihr auferlegten, fast vier Jahre dauernden Untätigkeit wieder vor einem grossen Sonderzug! Die ÖGEG hatte zu einer Fahrt von Salzburg nach Schärding eingeladen, wobei das Krokodil 1189.05 und die Öllok 41 018 die Interessenten lockten. Der Zuspruch war entsprechend gross, für die bei österreichischen Sonderfahrten im Vergleich zu Deutschland normalerweise eher gemässigten Menschenansammlungen sogar ausserordentlich gross.
Pflege und Unterhalt der Lokomotive erforderte seit ihrer Auswanderung nach Österreich wieder einen grösseren Aufwand, ist allein der Anfahrtsweg für die Beteiligten durchschnittlich 400 km weiter. Ein Teil der Kosten kam durch den Verkauf von Souvenirs, der nicht kleine Rest blieb den Lokeignern überlassen.
ÖGEG und IG 41 018 bemühten sich, neben der 41 018 auch andere zugkräftige Lokomotiven einzusetzen. Sonderzüge wie etwa am 7. September 1980, bei denen deutsche, schweizer und österreichische Lokomotiven zugleich zu erleben waren gehörten zu den grossen Ereignisse der Museumsbahnvereine.
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